Datenverbrauch: Wie viel Datenvolumen brauche ich wirklich?

Schnell mal nach dem Weg googeln, unterwegs E-Mails beantworten oder eine kurze Nachricht schreiben! Was wären wir nur ohne mobiles Internet? Das Online-Angebot steigt, denn neben Messenger-Diensten rücken Streaming-Portale und Social Media immer weiter in den Vordergrund. Aber nicht jeder nutzt das mobile Internet gleichermaßen. Der eine mal mehr, der andere mal weniger. 

Einerseits ist es ärgerlich, wenn das Datenvolumen gedrosselt wird und Filme oder Videos nicht mehr laden wollen. Andererseits möchte man nicht für unnötig viel Datenvolumen zahlen, welches keinen zusätzlichen Nutzen hat. Da stellt sich die Frage: Wie viel Datenvolumen brauche ich und hinter welchen Anwendungen auf dem Smartphone verstecken sich wahre Datenfresser? Wir haben für Dich mal recherchiert:


Inhaltsverzeichnis

  1. Welche App frisst das meiste Datenvolumen?

  2. Tipps zum Datenvolumen sparen

  3. Welcher Internettyp bist Du?

  4. Datenautomatik – Lohnt sich das?


Welche App frisst das meiste Datenvolumen?

Jede App funktioniert anders und benötigt, je nach Nutzung und Funktionsumfang, andere Mengen an Datenvolumen. Zumeist erweisen sich die Anwendungen als wahre Datenfresser, die im Hintergrund agieren oder Bild- und Videomaterial durch das World Wide Web schicken. Aber was verbrauchen Messanger-Dienste, Streaming-Portale und Co. wirklich?

 

Messenger-Dienste

Messenger-Dienste

  • Nachrichten: Eine 200 Zeichen große Textnachricht benötigt eine verschwindend geringe Menge an Datenvolumen. Gerade mal 1 Kilobyte. Emojis fressen ebenfalls kaum Datenvolumen und machen die Nachricht nur unmerklich größer. Wenn Du Bilder und Videos verschicken möchtest, sieht die Sache schon ganz anders aus. Ein Handyfoto verbraucht ca. 80 Kilobyte und eine Sprachnachricht ganz 200 Kilobyte pro gesprochene Minute. Das ist aber noch nichts im Vergleich zu einem verschickten Video. Hier frisst die Videonachricht zwischen 12 und 20 Megabyte die Minute.

  • Internet- und Videotelefonie: Hier kommen wahre Datenfresser zum Vorschein. Wenn Du per WhatsApp telefonieren möchtest, musst Du für knapp 10 Minuten quatschen gut 3 Megabyte einkalkulieren. Bei einem knapp 10-minütigen Videoanruf sagenhafte 50 Megabyte. Kurzhalten lohnt sich also!

Streamen

Streamen

Nur aus dem Fensterschauen ist im Bus oder in der Bahn oft einfach viel zu langweilig. Dann wird schnell mal das Smartphone gezückt und sich die neuste Folge der Lieblingsserie angeschaut oder in ein neues Album reingehört. Aber auch das kann ganz schön am Datenvolumen nagen:

  • Musik und Radio streamen: Wer Musik über Spotify oder Apple Music bezieht, kann mit knapp 2 MB pro Minute rechnen. Radio hören ist dagegen etwas sparsamer, hier schlägt der Stream mit knapp 1 MB zu buche. Das alles hört sich zunächst nach eher wenig an, rechnet sich aber über einen bestimmten Zeitraum. Streamst Du 1 Stunde Musik am Tag, sind das schon 120 MB. Da kommen am Ende des Monats nur fürs Musikhören mal schnell zwischen 3 und 4 GB zusammen.

  • Filme und Serien streamen: Richtig viel Datenvolumen zieht das Streamen von Filmen und Serien. Ein Portal wie Netflix benötigt pro Minute zwischen 5 und 35 MB. Bei einem zweistündigen Film gehen da mal schnell 4 GB drauf. Das rechnet sich.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

Instagram, Facebook und Co. sind für uns kaum mehr wegzudenken und haben sich mittlerweile in den Alltag vollständig integriert. Im Durchschnitt verbringt jede*r Deutsche 1 Stunde und 24 Minuten täglich in den sozialen Netzwerken. Facebook, TikTok und Instagram sind dabei die Spitzenreiter. Aber wie sieht es mit dem Datenverbrauch aus?

  • Facebook: Allein 1 Minute auf Facebook verschlingt 2 MB. Noch mehr Datenvolumen wird benötigt, wenn besonders viele Bilder und Videos in der Timeline geladen werden. Der Facebook Messenger wirkt dagegen recht sparsam und weist einen ähnlichen Verbrauch wie WhatsApp auf. Telefonate oder Sprachnachrichten ziehen pro Minute 350 KB und Videoanrufe sogar 6 bis 8 MB pro Minute.

  • Instagram: Der endlose Strom aus Bildern und Videos hat es in sich. Pro Minute frisst Instagram knapp 1,3 MB. Wenn Du sehr aktiv bist und Deine Schnappschüsse hochlädst, geht auch der Datenverbrauch durch die Decke.

  • TikTok: Der größte Datenfresser in dieser Liste ist mit Abstand TikTok. Beim endlosen Swipen durch die kurzen Videos verbrauchst Du satte 14 MB pro Minute, beziehungsweise 840 MB pro Stunde. Aber keine Panik, im Datensparmodus lässt sich der Verbrauch um circa 60 % reduzieren.

Google Maps

Google Maps

Unglaublich praktisch für alle Orientierungslosen, aber ein richtiger Datenfresser. Adresse gesucht und gefunden und zack hast Du ein paar MB verbraucht. Wenn Du Dich von Google durch die Straßen navigieren lässt oder noch weitere Kartenausschnitte anschaust, kostet das Dein Datenvolumen 3 MB pro Minute.

Tipps zum Datenvolumen sparen

Wenn der Provider vor Ende des Monats die Surfgeschwindigkeit aufgrund des hohen Datenverbrauchs drosselt, ist das ärgerlich. Damit es dazu erst gar nicht kommt, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps und Tricks zum Sparen Deines Datenvolumens.

 

  1. Datenverbrauch: Sinnvoll ist es zunächst herauszufinden, welche App wie viel Datenvolumen verbraucht. Bei einem Android-Smartphone kannst Du in den Einstellungen unter „Datenverbrauch“ nachsehen. Bei einem iPhone findest Du in den Einstellungen unter „Mobiles Netz“ alle Information zum Datenverbrauch Deiner Apps. Wenn Du Apps hast, die Du nicht mehr nutzt, kannst Du sie deinstallieren. Dann verbrauchen sie im Hintergrund und durch Updates kein Datenvolumen mehr.

  2. Apps drosseln: Auf jede „Datenfresser-App“ kann man natürlich nicht verzichten, aber die Einstellungen zum Datenverbrauch in den Apps ändern.
    WhatsApp: Beim Messenger-Dienst kannst Du einstellen, dass Fotos und Videos im mobilen Netz nicht automatisch heruntergeladen werden, sondern nur noch wenn sich Dein Smartphone in einem WLAN-Netzwerk befindet. Das spart einiges an Datenvolumen.
    Instagram: Hier gibt es den Data-Saver-Modus, den Du unter den Einstellungen findest. Sobald Du den Modus aktiviert hast, werden Fotos und Videos im mobilen Internet in geringerer Auflösung geladen.
    Facebook: Auch Facebook bietet den Data-Saver-Modus an, der sich ebenfalls in den Einstellungen versteckt. Wenn der Modus aktiviert ist, ist der Autoplay für Videos ausgeschaltet und die Größe der Bilder wird reduziert.

  3. Hintergrundaktualisierungen und automatische Updates ausschalten: Viele Apps und Anwendungen aktualisieren sich automatisch im Hintergrund und verschlingen damit Unmengen an mobilen Daten. In vielen Apps gibt es die Möglichkeit einzustellen, dass Aktualisierungen nur im WLAN-Netz heruntergeladen werden oder erst dann, wenn Du im App-Store auf „aktualisieren“ tippst.

  4. Apps offline nutzen: Kein Entertainment ist auch keine Lösung und damit Du auch unterwegs die ganze Bandbreite an Unterhaltung auf Deinem Smartphone genießen kannst, gibt es die Möglichkeit Inhalte vorab in einem WLAN-Netzwerk herunterzuladen. Diese Inhalte kannst Du dann unterwegs offline nutzen. Zum Beispiel hast Du die Möglichkeit Filme in der ARD-Mediathek oder eine Playlist auf Apple Music zu downloaden und später offline zu nutzen, ohne zusätzlichen Verbrauch Deines Datenvolumens.

  5. WLAN-Einstellungen: Gerade iPhone-Nutzer kennen dieses Problem: Wenn das WLAN-Signal zu schwach ist, wechselt das Smartphone zum mobilen Internet. Damit das nicht passiert, kannst Du Deine WLAN-Einstellung ändern. Gehe über Einstellungen auf den Menüpunkt „Mobile Daten“ und schalte dann „WLAN-Unterstützung“ aus. Grundsätzlich gibt es diese Option bei Android-Geräten nicht. Allerdings versteckt sich bei Samsung Smartphones eine ähnliche Funktion. Unter „Einstellungen“ > „WLAN“ > „Erweitern“ gibt es die Funktion „Automatisch zum mobilen Netzwerk verbinden“. Schalte die Funktion aus und Dein Smartphone wechselt nicht mehr automatisch das Netz.

 

 

 

Welcher Internetnutzertyp bist Du?

Die Quasselstrippe oder der Vieltelefonierer

Die Quasselstrippe oder der Vieltelefonierer

Du liebst es, stundenlang zu telefonieren und nimmst Dein Handy kaum vom Ohr: Dann bist Du der klassische Vieltelefonierer. SMS, WhatsApp-Nachrichten und Co. schreibst Du eher weniger und surfst lieber von Zuhause aus als unterwegs? Dann hält sich der Verbrauch Deines Datenvolumens eher in Grenzen und ein Tarif mit einer kleineren Internet-Flat von bis zu 3 GB wird für Dich interessant. Falls sich Dein Nutzerverhalten doch noch einmal ändern sollte, kannst Du mit einer Allnet-Flat nichts falsch machen. Damit vermeidest Du auf alle Fälle die Drosselung Deines mobilen Internets.

Der gelegentliche Internetnutzer

Der gelegentliche Internetnutzer

Per WhatsApp chatten, Musik hören oder gelegentlich bei Facebook hereinschauen. Als gelegentlicher Internetnutzer bist Du eher zurückhaltend im World Wide Web unterwegs. Zwar verbrauchst Du monatlich keine riesigen Mengen an Datenvolumen, dennoch solltest Du genug einplanen, damit Dein mobiles Internet nicht bis Ende des Monats gedrosselt wird. In Deinem Tarif kannst Du ruhig ein Datenvolumen von 3 bis 5 GB einplanen.

Der regelmäßige Surfer

Der regelmäßige Surfer

Viele Bilder, viele Chats und tägliches Streamen von Musik und Filmen. Du bist regelmäßig in Deinen sozialen Netzwerken unterwegs und bleibst mit Deinen Freunden immer up to date. Das frisst dann einiges an Datenvolumen täglich auf. Bei einer regelmäßigen und häufigen Internetnutzung sind 8 bis 10 GB pro Monat beinahe Pflicht.

Der intensive Dauersurfer

Der intensive Dauersurfer

Liken, Streamen, Chatten sind Deine Passion? Du surfst fast den lieben langen Tag im Netz, bist auf Instagram und TikTok immer up to date und sendest und empfängst unzählige Bilder und Videos. Dann gehörst Du eindeutig zu den aktivsten Internetnutzern und benötigst im Monat eine große Menge an Datenvolumen. Wenn Du Dich in dieser Beschreibung wiederfindest, solltest Du auf alle Fälle ein Datenvolumen von mindestens 10 GB im Monat einplanen.

Datenautomatik – Lohnt sich das?

Wenn das Datenvolumen nun einmal doch nicht mehr bis Ende des Monats reicht, bieten viel Provider zusätzliche Datenpakete an. Diese kannst Du Dir zu Deinem bestehenden Tarif dazu buchen und mit Deinem gewohnten High-Speed Internet weitersurfen. Bei manchen Tarifen ist die Datenautomatik schon von vornherein aktiv. Wenn das der Fall sein sollte, wird bei aufgebrauchtem Datenvolumen Dein Konto mit der zusätzlichen Tarifoption belastet. Erkundige Dich am besten bei Vertragsabschluss, ob eine Datenautomatik in Deinem Tarif enthalten ist. Denn das Nutzen dieser Datenautomatik ist meistens relativ teuer. Das Wählen eines größeren Datenpakets ist sinnvoller und oft günstiger, wenn Du merkst, dass Dein Datenvolumen oft knapp wird. Bei Fragen hilft Dir auch gerne unser Kundenservice weiter. Erreichbar ist unser Team während unserer Geschäftszeiten unter der Telefonnummer +49 661 499 999 99 oder per Kontaktformular.