Was ist Ping? Alle Infos - einfach erklärt

Ping ist die Abkürzung für „Packet Internet Groper“ und bedeutet übersetzt in etwa „Datenpaket-Internet-Abtaster“. Er ist für das Surfen im Netz unerlässlich und bezieht sich auf die Zeitspanne, zwischen dem Moment des Klicks auf einen Link bis zur Weiterleitung und Laden der angewählten Website. Der Ping-Wert misst also nichts anderes als die Schnelligkeit der Kommunikation zwischen Computer und Server. 

Diesen Ping-Wert kannst Du testen und erfahren, wie schnell und störungsfrei Dein Internetanschluss funktioniert. Der damit ermittelte Wert wird Latenz genannt. Beim Ping gilt eine andere Faustregel als beispielsweise beim Up- oder Download: Je niedriger, desto besser. Ein niedriger Ping garantiert Dir ein ruckelfreies Videochatten und reibungsloses Online-Gaming. Unterschieden wird beim Ping zwischen kabelgebundener und funkbasierter Technologie. In der Regel fallen die Latenzen bei DSL- oder Kabelanschlüssen niedriger aus als im Mobilfunknetz. 

Warum ist ein guter Ping-Wert wichtig?

Warum ist ein guter Ping-Wert wichtig?

Bemerkbar macht sich der Ping-Wert bei bestimmten Anwendungen. Beim Surfen im Netz, Videos schauen auf YouTube oder der Pflege Deiner Social-Media-Kanäle, fällt ein guter oder schlechter Ping-Wert kaum ins Gewicht. Ganz anders sieht die Sache beim Online-Gaming oder Videochat aus. Bei schlechten Ping-Werten, wird auch die Bild- und Soundqualität deutlich schlechter. 

Wie kann ich den Ping-Wert messen?

Wie kann ich den Ping-Wert messen?

Deinen Ping-Wert kannst Du über einen Speedtest ermitteln und beliebig oft ausführen. Es gibt verschiedene Seiten, die einen solchen Speedtest anbieten. Eine gute Adresse ist die Bundesnetzagentur. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Behörde die „Funkloch-App“ entwickelt, mit welcher Du die Qualität und Leistung Deines Mobilfunknetzes messen und digital übermitteln kannst. 

Auch bei einem Computer sind Speedtests möglich. Dabei werden beim Ping-Test Datenpakete von Deinem Rechner an einen Server verschickt und von diesem zurückgesendet. Nun wird die Paketumlaufzeit (Round Trip Time - kurz RTT) ermittelt. Dabei wird die Zeitspanne zwischen Verschicken und Zurücksenden der Daten gemessen und legt schließlich den Ping-Wert fest. 


Als Mac-Nutzer*in stehen Dir sogar zwei Möglichkeiten zur Verfügung einen Speedtest zu machen:

  1. Über das Netzwerkdienstprogramm kannst Du den Ping-Wert messen
  2. Gib über die Spotlight-Suche den Suchbegriff Netzwerk ein und wähle unter den Suchergebnissen Netzwerkdienstprogramm aus
  3. Unter dem Reiter ping kannst Du den Test starten. Dazu brauchst Du eine IP-Adresse, wie www.starmobile.de. Dazu kannst Du auch die Zahl der Pings festlegen. Diese sollte nicht höher als zehn sein. 
  4. Klicke zum Schluss auf Ping. 

Die zweite Variante funktioniert fast wie bei einem Windows:

  1. Gib über die Spotlight-Suche Terminal ein
  2. Sobald sich das Terminal-Fenster geöffnet hat, kannst Du den Befehl ping in Kombination einer IP-Adresse eingeben. Die Zahl der verschickten Datenpakete kannst Du mit der Variablen -c X festlegen. In der Befehlszeile sollte etwas stehen wie: ping -c 10 starmobile.de
  3. Klicke auf Enter. Dein Testergebnis müsste sofort erscheinen

So funktioniert der Speedtest bei einem Windows PC:

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Windows-Start-Symbol
  2. Klicke auf „Ausführen“. Nun öffnet sich ein Eingabefenster.
  3. Gib den Befehl cmd ein und das Terminalfenster öffnet sich
  4. Im Terminal gibst Du den Befehl ping in Kombination mit einer Internetseite ein. Zum Beispiel: ping starmobile.de - Klicke nun auf Enter
  5. Der Frequenztest wird gestartet und Du erhältst kurze Zeit später das Testergebnis. Im Ergebnis tauchen insgesamt drei Werte auf: der Minimal-, der Mittel- und der Maximalwert


Den Ping-Wert verbessern

Ping-Werte können generell verbessert werden, allerdings sind die Möglichkeiten dazu ziemlich begrenzt, da der Ping stark vom Internetzugang abhängt. Denn sind wir mal ehrlich, eine 4G-Verbindungen kann die Reaktionszeiten eines Glasfaseranschlusses nicht erreichen. Mit diesen Tricks kannst Du die Reaktionszeit auf jeden Fall noch verbessern:

Es gibt viele Programme, die im Hintergrund große Datenmengen herunterladen und damit den Ping erhöhen. Im Taskmanager, den Du mit Strg+Alt+Entf aufrufst, kannst Du Dir alle laufenden Anwendungen anzeigen lassen. Schalte am besten die Programme ab, die besonders viel Bandbreite benötigen.

Immer wieder stören WLAN-Netzwerke und elektronische Geräte die kabellose Verbindung und erhöhen damit den Ping. Abhilfe kannst Du mit einem LAN-Kabel schaffen. Einfach deinen PC per Kabel mit dem Router verbinden und schon sind störende Signale passé.

Plattformen wie Origin oder Steam führen für ihre Spiele in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen durch. Wenn Du die Einstellungen nicht geändert hast, passiert das automatisch und große Datenpakete werden heruntergeladen. Das führt wiederum zu einem hohen Ping.


Über die Einstellung Registry kannst Du ebenfalls Deinen Ping verbessern und das funktioniert so:

  1. Drücke die Tastenkombination „Windows“ + „R“ und tippe „regedit“. Daraufhin öffnet sich Registry
  2. Navigiere Dich zu dem Pfad: „Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Service\Tcpip\Parameters\Interfaces“
  3. In diesem Ordner findest Du mehrere Unterordner. Klicke Dich durch die Unterordner und suche Dir den raus, der die meisten Dateien enthält
  4. Wenn Du den Ordner herausgesucht hast, klicke mit der rechten Maustaste darauf und das Kontextmenü öffnet sich. Wähle hier nun folgendes aus: „Neu > DWORD-Wert (32-Bit)“ oder „QWORD-Wert (64 Bit)“
  5. Benenne diesen Wert „TcpAckFrequency“ und klicke ihn an. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Du den Wert von 0 auf 1 änderst und anschließend auf